Website-Monitoring für kleine Webseiten – kostenlos und ausreichend
Wer du eine kleine WordPress-Seite betreibst, bist du nicht jeden Tag eingeloggt. Das ist völlig normal. Du schaust sie dir auch nicht jeden Tag an. Und genau deshalb lohnt es sich, ein paar einfache Monitoring-Tools einzurichten, die für dich deine Seite beobachten. Der Nutzen: Sie prüfen regelmäßig im Hintergrund, ob deine Website online ist und gut aussieht.
Das eigentliche Problem: Du merkst es oft zu spät
Es gibt zwei typische Szenarien, die Betreiber kleiner Webseiten immer wieder erwischen:
Erstens: Die Seite ist offline (ja, es kommt wirklich vor). Ein Serverproblem, ein Update-Problem, ein Fehler beim Hosting und plötzlich läuft die Seite nicht. Und niemand merkt es, weil man selbst gerade nicht draufschaut. Manchmal siehst du es zufällig erst nach Tagen, manchmal weil ein Kunde anruft. Je schnell du es weißt, umso schneller kannst du reagieren.
Zweitens, und das ist das heimtückischere Problem: Die Seite ist zwar erreichbar, sieht aber nach einem automatischen WordPress-Update plötzlich kaputt aus. Ein verschobenes Layout, ein weißer Block, ein Menü das nicht mehr funktioniert oder Überschrift, die plötzlich ein Bild überlagert und unlesbar ist. Wer das nicht zufällig entdeckt, lässt die Seite unter Umständen wochenlang so laufen.
Für beide Probleme gibt es einfache, kostenlose Lösungen.
UptimeRobot: Ist die Seite überhaupt erreichbar?
UptimeRobot ist das Standardtool für genau eine Aufgabe: Es prüft in regelmäßigen Abständen, ob deine Seite erreichbar ist und schickt dir eine E-Mail, sobald sie offline ist. Kostenlos, einfach einzurichten, keine technischen Kenntnisse nötig.
Der kostenlose Plan prüft alle 5 Minuten (du kannst auch größere Abstände einstellen) und reicht für kleine Webseiten vollkommen aus. Man registriert sich, gibt die URL ein, und hat innerhalb von zwei Minuten ein funktionierendes Monitoring.
Visualping: Sieht die Seite noch normal aus?
Das ist der Teil, den viele unterschätzen. Visualping macht regelmäßig einen Screenshot deiner Seite und vergleicht ihn mit dem vorherigen. Gibt es Abweichungen – ein Element ist verschwunden, das Layout hat sich verschoben, eine Fehlermeldung taucht auf – bekommst du eine Benachrichtigung, prüfst es von Hand und kannst schnell etwas dagegen unternehmen.
Das ist besonders wertvoll nach automatischen WordPress-Updates, die Plugin-Konflikte oder Theme-Probleme verursachen können. Wer einmal erlebt hat, dass seine Seite tagelang mit einem weißen Bereich oder einem Fehlerblock online war, ohne es zu merken, versteht warum Visualping manchmal wichtiger ist als reines Uptime-Monitoring. Die Seite ist ja erreichbar – sie sieht nur nicht mehr richtig aus.
Der kostenlose Plan erlaubt eine begrenzte Anzahl an URLs und Checks, reicht für eine kleine Webseite aber aus.
Kurz einrichten, dann vergessen
Die sinnvolle Kombination für kleine Webseiten ist einfach: UptimeRobot überwacht die Erreichbarkeit, Visualping überwacht das Aussehen. Beide laufen im Hintergrund, melden sich nur wenn etwas nicht stimmt, und kosten nichts.
Einmalig in 20 Minuten einrichten und danach läuft es still und zuverlässig. Theroetisch muss man da nicht mehr reinschauen, aber in der Praxis sollte man das ab und zu machen, damit die Konten bei den Diensten aktiv bleiben.
Noch ein Tipp: Wer lieber lokal arbeitet und aus irgendeinem Grund diese zwei Dienste nicht nutzen kann, darf oder will, kann auch die Browser-Erweiterung Distill Web Monitor nutzen. Sie überwacht Webseiten direkt im Browser auf Änderungen. Kleiner Haken: Gelegentlich öffnet sich ein Tab im Hintergrund wenn ein Check stattfindet, was etwas störend sein kann. Das Monitoring funktioniert aber gut.